Fliegende Holländer bescheren ROWE RACING bei ihrer Wiedervereinigung den ersten Saisonsieg

Die „Fliegenden Holländer“ Nick Catsburg und Stef Dusseldorp haben bei ihrer Wiedervereinigung ROWE RACING den ersten Saisonsieg beschert. Die beiden Niederländer lieferten im BMW M6 GT3 mit der #99 im 43. RCM DMV Grenzlandrennen auf der Nürburgring-Nordschleife, dem vierten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS), eine ebenso fehlerfreie Vorstellung ab wie die Mannschaft aus St. Ingbert.

BMW Werksfahrer Nick Catsburg hatte bereits am Samstagmorgen im Zeittraining in der regnerischen Eifel den Grundstein für den späteren Erfolg gelegt. Ein perfektes Timing des Teams und Nick Catsburgs bekannte Qualitäten im Regen ermöglichten Startplatz drei, den der Niederländer in der Startphase des Rennens mit profillosen Slicks auf immer noch feuchter Strecke behauptete. Kurz vor Ende der ersten Runde musste er diese Position vorübergehend an einen Konkurrenten abgeben, der mit anderen Reifen gepokert hatte. Als dieser dann schon nach vier Runden an die Box musste, übernahm Nick Catsburg wieder den dritten Rang. Auf dieser Position übergab er den BMW M6 GT3 mit der #99 nach der siebten Runde an Stef Dusseldorp, mit dem er bei ROWE RACING zuletzt 2016 gemeinsam gefahren war. Der Rückkehrer überholte direkt in seiner ersten Runde auf der Strecke die zwei Konkurrenten, die bis dahin vor dem Auto von ROWE RACING gelegen hatten, und ging nach weiteren Boxenstopps der Konkurrenz erstmals in der 13. Runde in Führung.

Nach der 15. Runde übernahm Nick Catsburg wieder das Steuer und kam zunächst als Dritter zurück auf die Strecke. Er blieb aber drei Runden länger auf der Piste als die beiden Konkurrenten vor ihm und behauptete nach dem letzten Boxenstopp in Runde 23 mit 18 Sekunden Vorsprung die Führung. Danach brachte er den Sieg souverän nach Hause und baute mit der persönlich schnellsten Rennrunde im 27. und letzten Umlauf den Vorsprung sogar noch auf letztlich 21,877 Sekunden aus. Stef Dusseldorp feierte damit wie bei seinem zuvor letzten Rennen für ROWE RACING einen Podestplatz, in dem er am 8. Oktober 2016 in der VLN auf Platz zwei gefahren war.

Für ROWE RACING ist der erste Saisonsieg eine perfekte Einstimmung auf das „Heimrennen“. Nach einer kurzen Sommerpause steht am 29. August auf der Nordschleife das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen auf dem Programm, das gleichzeitig die Generalprobe für das 48. ADAC 24h-Rennen am 26./27. September darstellt.

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Wir sind nach unserem ersten Saisonsieg total glücklich und zufrieden. Auf der Nordschleife hatte es in den ersten Rennen erst schwierig ausgeschaut, doch dann haben wir uns kontinuierlich gesteigert. Der Sieg heute sah vielleicht sogar ein bisschen einfach aus, war aber durch die wechselnden Streckenbedingungen sehr schwierig zu holen. Wir wollten unbedingt in die ersten beiden Startreihen, um eine gute Ausgangsposition zu haben, was Nick Catsburg und das Team im Regen perfekt umgesetzt haben. Der Rennstart mit Slicks auf noch feuchter Piste war sehr schwierig, aber Nick Catsburg hat das super gemacht. Er hat erst nicht zu viel riskiert und danach viel Zeit aufgeholt. Stef Dusseldorp hat einen Job bravourös erledigt, gleich in der ersten Runde auf der Strecke zwei wichtige Überholmanöver gesetzt und danach viel Boden auf die Spitze gutgemacht. Am Ende haben es unsere beiden Holländer nach Hause geschaukelt, was bei 30 Grad in der Schlussphase sicher nicht so einfach war, wie es vielleicht den Anschein hatte. Ein großer Dank geht auch ans Team, das den ersten Teil dieser anstrengenden Saison prima gemeistert hat. Gerade durch die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen nach der COVID-19-Pandemie sind die Arbeitsbedingungen ungewohnt und schwierig. Aber wenn man so einen Erfolg wie heute feiern kann, haben allen im Team viel Spaß. Wir hoffen, dass wir mit diesem Rückenwind nach der kleinen Sommerpause gut gerüstet die großen Highlights der Saison angehen können.“

Nick Catsburg, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Dieses Rennen war nicht so schlecht. Beim Start hatten wir schwierige Wetterbedingungen, die Reifenwahl war nicht einfach, weil die Strecke noch nass war. Trotzdem sind fast alle mit Slicks gestartet. In der Anfangsphase wollte ich das Auto daher einfach auf der Strecke halten. Stef hat nach dem ersten Fahrerwechsel einen tollen Job gemacht, und ich musste am Ende den ersten Platz einfach nur halten. Die Schlussphase hat riesig Spaß gemacht.“

Stef Dusseldorp, #99 ROWE RACING BMW M6 GT3: „Nick war am Start super. Ich habe den zweiten Stint übernommen und war in der Nähe eines Mercedes und eines Porsche, die ich in meiner ersten Runde mit ein bisschen Glück gleich überholt habe. Das Auto war einfach toll zu fahren und die Reifen liefen gut.“

Text & Foto: Rowe Racing